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Jahresauftaktgespräch zwischen Kreishandwerkerschaft und GBS

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Erneut trafen sich zu einem intensiven Neujahrsgespräch die Kreishand­werkerschaft der Grafschaft und die Gewerblichen Berufsbildenden Schu­len. Kreishandwerksmeister Gerd Hindriks sprach von der Versammlung als Verkörperung der dualen Partnerschaft der beruflichen Bildung des Handwerks im Landkreis. Er sehe hier die handelnden Personen in diesem wichtigen Arbeitsgebiet vor sich. Der Kreishandwerksmeister war in Be­gleitung des Geschäftsführers der Kreishandwerkerschaft Sascha Wittrock, fünf Innungsobermeistern und fünf Lehrlingswarten ins Schulre­staurant der GBS gekommen. Auf Seiten der Schule nahmen sechs Personen des Schulleitungsteams und sieben für die verschiedenen Gewerke zuständi­gen Berufsschullehrkräfte teil.

Die GBS unterstrichen ihr Profil und ihre Stärken. Schulleiter Dieter Stefan verdeutlichte dies im Vergleich zum Landesdurchschnitt. Dabei bezog er sich auf die Schulformen Berufseinstiegsschule (GBS 5 % gegenüber landesweit 3%), auf die im Rahmen der Berufsausbildung angerechneten Berufsfachschulen (16,6% versus 9,3%) und die Berufsschule (65,7% gegenüber 61,9% in Niedersachsen). Gerade die zuletzt genannten Punkte fanden große Zustimmung bei den anwesenden Handwerksvertretern.

In den letzten acht Jahren hat es in den GBS große personelle Ver­änderungen gegeben. Etwa 50 Lehrkräfte wurden pensioniert und ca. die gleiche Anzahl neu eingestellt. Dabei sank das Durchschnittsalter des Kollegiums von 50,6 Jahren (2012) auf aktuell 47,8 Jahre. Eine ähnliche Entwicklung gibt es bei der Kreishandwerkerschaft. Innungsvorstände wurden und werden mit neuen und meist jüngeren Personen besetzt. Auch an der Spitze der Kreishandwerkerschaft hat es ja in den letzten Jahren Veränderungen gegeben.

Kurz wurde auf das Thema mehr Abiturienten in Handwerksberufe ein­gegangen. Es gibt hier durchaus Beispiele und Ansätze. Von 26 Bau­zeichnerinnen und Bauzeichnern im dritten Ausbildungsjahr sind sage und schreibe 16 Abiturientinnen und Abiturienten. Von 14 Mechatronikern des 3. Ausbildungsjahres haben sechs die allgemeine Hochschulreife. Im vierten Ausbildungsjahr Kraftfahrzeugmechatroniker haben zwei von 20 Abitur. Auch in anderen handwerklichen Ausbildungsberufen sind Abi­turienten vertreten. Das zeugt von der Attraktivität der beruflichen Aus­bildung.

Es wurden durchaus problematische Themen angesprochen und Lösungsmöglichkeiten andiskutiert. Die immer noch zu hohe Zahl von vorzeitigen Beendigungen von Ausbildungsverhältnissen, die sogenannte Abbrecherquote, gilt es zu verringern, zum Wohl der jungen Menschen, aus dem Interesse des Handwerks heraus und aus volkswirtschaftlicher Sicht. Frühzeitige Beratung und Unterstützung, Beteiligung der Berufsschule und vor allem Hinzuziehung und Engagement der Lehrlingswarte wurden als Perspektiven benannt. Vorbeugend hilft die breite und vielfältige Berufs­orientierung, die allgemein bildende Schulen, BBS und Ausbildungs­betriebe mit den Schülerinnen und Schülern durchführen. Auch ange­sprochen wurde die Problematik einer Beschulung recht kleiner Be­rufsgruppen vor Ort.

Kreishandwerksmeister Hindriks hob in seinem Ausblick auf Arbeits­schwerpunkte des begonnenen Jahres hervor, dass die Fachkräftege­winnung auch weiterhin auf der Agenda stehe. Hier gelte es breit und nicht eindimensional zu denken und zu handeln. Man müsse weitgehend mit den vorhandenen Personen Verbesserungen und Gewinnsituationen herbei­führen. Auch eine weitere Qualifizierung vorhandenen Personals in den Betrieben sei eine von vielen Optionen.

Es wurde einander für die gegenseitige Unterstützung und gute Zusammenarbeit gedankt. Der Blick ging auch voraus auf den Tag des Handwerks, am 19. September in der Nordhorner Innenstadt und die große Lossprechungsfeier Ende Juli.

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