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Als Schulleiter und Lehrer häufiger etwas dazu gelernt

Als heiterer und kommunikativer Pädagoge mit stets offener Tür zu seinem Dienstzimmer ist der scheidende Schulleiter der Gewerblichen Berufsbil­denden Schulen, Dieter Stefan, bei seiner Verabschiedung im Graf­schafter Brauhaus am Dienstag gewürdigt worden.

Bild Vollzeit-Turnier 1Seit 2005 stand der gebürtige Nord­hessener Dieter Stefan als Schul­leiter an der Spitze der GBS in Nordhorn, nachdem er zuvor an der BBS Technik in Cloppenburg als stellvertretender Schulleiter fungier­te. Nun wird er zum Ende des Schul­jahres vor Erreichen der Alters­grenze in den Ruhestand versetzt. Er habe „als Schulleiter und dann auch noch (als) Lehrer, häufiger etwas dazu gelernt“ hieß es am Dienstag bei der offiziellen Verabschiedungsfeier in der Alten Weberei im Grafschafter Brauhaus. Die wurde musikalisch umrahmt von der eigens gegründeten Good-Bye-Dieter-Band, bestehend aus fünf Lehrkräften der KBS und GBS, sozusagen aus einer schulübergreifenden Kooperation.

Aus den Händen der Leitenden Regierungsschuldirektorin Dr. Martina Otto-Schindler von der Landesschulbehörde erhielt Dieter Stefan seine Pensionierungsurkunde. Sie erinnerte in ihrer humorvollen Laudatio an Stefans beruflichen Werdegang. Der hatte mit einem Studium des Bauingenieurwesens in Kassel begonnen, bevor Dieter Stefan im Anschluss das Lehramt an berufsbildenden Schulen in der Fachrichtung Bautechnik mit Zweitfach Deutsch in Hannover studierte. Ab 1981 absolvierte er am Studienseminar Oldenburg und an der BBS Technik Cloppenburg sein Referendariat. An dieser Schule unterrichtete er knapp 25 Jahre und verließ sie als stellvertretender Schulleiter. Auch wenn sein Zweitfach eigentlich Deutsch war, ließ er es sich nicht nehmen, von 1999 bis 2003 noch Niederländisch als weiteres Zweitfach zu studieren. Frau Dr. Otto-Schindler bemerkte hier schon, dass er den Umzug nach Nordhorn bereits im Blick hatte. Sie äußerte sich anerkennend über die vielen positiven Rückmeldungen, die sie aus dem Kollegium der GBS über Herrn Stefan erhalten hatte – so sei er umsichtig, souverän, bescheiden, spontan, zielstrebig, gewissenhaft und unkompliziert.

Den Menschen und Pädagogen Dieter Stefan hatte den Festgästen zuvor dessen Stellvertreter Ludger Fortmann nähergebracht. Fortmann würdigte ihn als engagierten und impulsgebenden Schulleiter, für den „Ziele und Formulierungen keine Phrasen bedeuten, sondern gleichermaßen die Grundlage“ seines eigenen schulischen Handelns. Als Schulleiter sei er „stets mit gutem Vorbild vorangegangen“ und „realistisch und terminiert“ gewesen, indem er meistens heiter und positiv denkend an die Dinge herangegangen sei. Insbesondere dankte Herr Fortmann ihm für seinen Einsatz für den Erhalt und die Anerkennung der Berufsfachschulen als erstem Ausbildungsjahr. Der bildungspolitische Slogan „Vorrang für die duale Ausbildung“ werde an den GBS absolut unterstützt. Als Schulleiter habe er eine der wichtigen Herausforderungen, die Personalentwicklung innerhalb des Kollegiums, bravourös gemeistert und seit 2008 über 50 offene Stellen aufgrund von Pensionierungen mit neuen Kollegen besetzt. Somit gestaltete er einen Personalwechsel an den GBS, bei dem der Frauenanteil dieser bisher maskulin dominierten Schule auf 30 % anstieg. Eine erfreuliche Begleiterscheinung dabei: Die vielen Glückwünsche zu Geburten an Kolleginnen der Schule. Allerdings beschrieb er Herrn Stefan als zu bescheiden, um all die positiven Entwicklungen an der Schule für sich alleine zu beanspruchen. Er wisse, „dass seine engagierten Lehrkräfte mit ihren Fähigkeiten, ihrer Einsatzfreude und ihrem Fleiß zum Erfolg der Schule beigetragen haben.“

Dieser Einschätzung schloss sich auch Landrat Friedrich Kethorn als Sprecher des Landkreises als Schulträger an. Er beschrieb Dieter Stefan als äußert zielführenden Pädagogen und betonte die stets kooperative, zuverlässige Zusammenarbeit zwischen Schule und Landkreis wie sie in der Grafschaft praktiziert werde. Die Telefonate mit Herrn Stefan seien „geprägt von Vertrauen und Verständnis“ für die jeweils andere Seite gewesen. Kethorn blickte zurück auf eine „wunderbare Zusammenarbeit“, die eine Wertschätzung verdiene. Als Schulleiter habe Herrn Stefans Tätigkeit Spuren hinterlassen, nicht nur baulich am Gebäude der GBS, sondern auch pädagogisch, in den Köpfen der Schulgemeinschaft. Er beendete seine Rede damit, dass der Abschied die Tür zur Zukunft sei.

„Vor elf Jahren bin ich hier angetreten u. a. mit den guten Vorsätzen Kommunikation, Konsens und Kooperation“ stellte Dieter Stefan in seiner Dankesrede heraus. Dabei sei er dankbar für die „lehrsamen Be­gegnungen und Arbeitszusammenhänge“ und hob hervor, was er in diesen elf Jahren dazu gelernt habe – „und dann auch noch als Lehrer“. Gelernt habe er von den Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden, Schülervertretung und Schulelternrat, Innungen, Betrieben und Ausbildern der Grafschaft, vom Kreishandwerksmeister, von Schulleiterkollegen, von Kolleginnen und Kollegen, Studenten, Praktikanten, Referendaren, Mitarbeitern der Schule, kurz von allen Partnern der Schule und ihren Mitarbeitern. Von den Gewerblichen Berufsbildenden Schulen mit ihren 9 Berufsfeldern, sechs Schulformen und 38 Ausbildungsberufen habe er schlussendlich gelernt, dass diese Vielfalt, Breite und Durchlässigkeit kein Hindernis sei, sondern tolle, luxuriöse Möglichkeiten bietet.

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