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Der Grundkurs Evangelische Religion des BG 13 besuchte die JVA Lingen

Erfahrungsbericht von Nico Züwerink

Am Dienstag, den 26. Januar 2016, besuchten wir mit unserem Re­ligionskurs unter der Leitung von Frau Lloyd die Justizvollzugsanstalt in Lingen. Grund dafür war ein Gespräch mit dem dortigen Gefängnis–Seelsorger, Herrn Gotthilf, um einen näheren Einblick in die Gefängnis­seelsorge zu bekommen.

Bild 160229_01Zu Beginn meldeten wir uns bei der Pförtnerin an, um auf das Gelände der JVA zu gelangen. In einem Zwischengelände mussten wir Han­dys und andere elektronische Ge­räte sowie gefährliche Gegenstän­de abgeben. Danach wurden wir vom Pastor Gotthilf begrüßt und auf das eigentliche Gelände der JVA geführt. Zuerst wurden uns die ver­schiedenen Gebäude und Einrichtungen gezeigt und deren Zweck erklärt. Danach wurden uns die Grünanlagen gezeigt, in denen sich die Häftlinge für eine Stunde pro Tag aufhalten dürfen.

Im Anschluss betraten wir die Gefängniskapelle, in der jede Religion und Konfession willkommen ist, wie man uns sagte. Dort begann Herr Gotthilf, uns seine eigentliche Arbeit zu beschreiben. Wie sich gezeigt hat, ist seine Arbeit sehr umfangreich und wir haben einen interessanten Blick aus einer ganz anderen Perspektive in das Geschehen bekommen. Der Ge­fängnispastor arbeitet sowohl im Gefängnis selbst, als auch außerhalb.

Zuerst zum inneren Aufgabenfeld: Neben den sehr ehrlichen Got­tesdiensten, zu denen jeder eingeladen ist, führt er natürlich auch Einzelgespräche. Diese Gespräche sind immer anonym und es gibt eine strenge Schweigepflicht. Die Insassen haben somit einen neutralen Ansprechpartner, dem sie ihre Sorgen mitteilen und somit Druck abbauen können. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Zeigen von Gefühlen unter Männern, da Gefühle oft verdrängt werden und dies häufig zu den Straftaten geführt hat.

Zu den Außenterminen: Auch außerhalb der JVA hat Herr Gotthilf einige Aufgaben, die aber trotzdem das eigentliche Arbeitsumfeld betreffen. Er begleitet Häftlinge zu Gerichtsverhandlungen, wenn diese es wünschen. Hauptgrund dafür ist, dass die Insassen niemanden mehr an ihrer Seite haben, da sich ihre Familien oft abgewendet haben. Doch auch nach der Haft betreut Herr Gotthilf die Häftlinge. Wenn diese nämlich jahrelang nur in der JVA einsaßen, müssen sie erst wieder an das Leben in Freiheit gewöhnt werden.

Abschließend kann ich sagen, dass ich nun das Gefängnis mit anderen Augen sehe, da man sich mit einer Person unterhalten hat, die jeden Tag mit Häftlingen beschäftigt ist, um sie wieder auf den richtigen Weg zu führen.

Desweiteren berichtet Alexandra Schacht über den JVA-Besuch in Lingen mit dem Schwerpunkt Seelsorge:

Bild PDF ButtonErfahrungsbericht von Alexandra Schacht(14 KB)

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