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Stadtführungen zur jüdischen Geschichte während des Nationalsozialismus nun als Hörfassung

Seit vielen Jahren halten die gbs Grafschaft Bentheim, die Stadt Nordhorn und das Forum Juden/Christen die Erinnerungen an die Verbrechen der Nazi Diktatur an den jüdischen Bürgern in Nordhorn aufrecht und orga­nisieren Stadtführungen zu ihrer Geschichte. Anlaufpunkte sind jeweils die sogenannten „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig.

Bild 210408_01Schon im Jahr 2019 entwickelten die Schülerinnen und Schüler der berufsqualifizierenden Berufsfach­schule „Informationstechnische As­si­stentin / Informationstechnischer As­sistent“ (BXT2-1) der gbs Graf­schaft Bentheim fächerübergreifend mit den Lehrkräften Kolja Strauss, Thorsten Wesker und Inka Rohe im Rahmen des Lernfeldes „Projekte planen, durchführen und auswerten“ eine Webseite aus den Inhalten der Broschüre „Beim Namen genannt Stolpersteine in Nordhorn“ der Stadt Nordhorn. Ziel war es, die Inhalte der Broschüre für eine Webseite auf­zubereiten und in ein ansprechendes Design zu rahmen. Die Umsetzung erfolgte mit Hilfe der Auszeichnungssprache HTML (Struktur und Inhalte), der beschreibenden Ergänzungssprache CSS (Design) sowie der Skript­sprache JavaScript (Benutzerinteraktion, dynamisches Verhalten). Als Entwicklungsumgebung wurde die frei Software Netbeans verwendet. Das fertige Produkt wurde auf dem Webserver der Stadt Nordhorn bereit­gestellt, um dann per QR-Code (oder direkt per URL) von den einzelnen „Stolpersteinen“ aus aufgerufen werden zu können.

Bild 210408_02Die digitalen Inhalte wurden jetzt 2021 durch die BXT 2-1 erweitert: Wer sein Smartphone auf die QR-Codes richtet, erfährt nun auch als Hör- und Lesefassung inklusive Fotoreihen vom Leben, Leid und der Ermordung der jüdischen Bür­ger sowie der fünf Widerstands­kämpfer, die alle dem willkürlichen Terror der Nationalsozialisten ausgesetzt waren. Die Informationen als Hör- und Lesefassung mit Bebilderung zu integrieren bedeutet, dass das Projekt nun nachhaltig ausgerichtet ist. Dieses Gemeinschaftsprojekt mit der gbs Grafschaft Bentheim (hier besonders erwähnt sei der Einsatz des BXT 2-1 Schülers Tim Beniermann, der alle Daten für die Webseite der Stadt Nordhorn vorbereitete), dem gbs Förderverein, dem Forum Juden/ Christen im Kloster Frenswegen, der Stadt Nordhorn und der Sparkassenstiftung, stärkt die Erinnerungskultur.

Der Ort der Spendenübergabe mit den Teilnehmern Thorsten Wesker (Lehrkraft gbs Grafschaft Bentheim), Tim Beniermann (BXT2-1 Schüler), Lars Klukkert (Grafschafter Sparkassenstiftung), Jutta Bonge (stellver­tretende Bürgermeisterin der Stadt Nordhorn) und Erika Klanke (Pro­jektleiterin), wurde bewusst gewählt: An der Prollstraße 5 in Nordhorn steht das sogenannte „Judenhaus“. Im ehemaligen Wohnhaus der jüdischen Familie Frank lebten die letzten sechs jüdischen Mitbürger Nordhorns, bevor sie sich am 11.Dezember 1941 auf die für sie ungewisse Reise in das Ghetto Riga machen mussten – dem sogenannten „1. Bielefelder Trans­port“, der allen sechs Nordhornern den Tod brachte. Auch hierfür gibt es nun ein Hör- und Lesefassung mit Bebilderung.

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